Gedankenstop-Technik

Angstbetroffene kennen diese quälenden Gedanken. Die Gedanken drehen sich wie ein Karussell im Kopf, sind trotz aller Versuche nicht zum Stillstand zu bringen.

In diesen und ähnlichen Situationen können Sie zur Methode der Gedankenstop-Technik greifen. Dies ist eine etablierte verhaltenstherapeutische Methode. Sagen Sie sich selbst laut STOP und schlagen Sie sich zur Untermauerung mit der flachen Hand auf den Oberschenkel. Sie werden merken, dass der quälende Gedanke dann für einen Moment in den Hintergrund tritt und erst allmählich wiederkommt. Dann wenden Sie sich sofort gedanklich etwas anderem zu, vielleicht einem Hobby oder einer Beschäftigung, die sie gerne machen.

Wenn dann die quälenden Gedanken wiederkehren, wenden Sie die gleiche Technik nochmals und nochmals an. Sie werden nach einigen Tagen einen Punkt erreichen, an welchem es schon reicht, das Wort STOP zu denken und vor Ihrem inneren Auge zu sehen, um die quälenden Gedanken zum Verschwin­den zu bringen. Der Schlag aufs Bein kann auch durch jeden anderen „Aufmerksamkeits-Stimuli“ ersetzt werden. Sie können auch ein Gummiband ums Handgelenk legen, daran ziehen und es dann loslassen. Damit verstärken Sie Ihr „Stopp“.

Diese Technik des Gedankenstopps hat sich bei Betroffenen mit quälenden Angst- oder Zwangs­gedanken auch in mehreren Studien besonders bewährt. Wichtig ist es, einen negativen Gedanken möglichst früh abzubrechen bevor er negative Emotionen auslöst und zu einem unablässigen Gedankenkreisen führt. Neben dem Wort „Stopp“ welches man anfangs laut sagen sollte und mit einem körperlichen Stimuli, wie dem leichten Klaps auf den Oberschenkel, sollte man auch einen visuellen Stimuli haben. Hierbei ist es hilfreich, dass sie sich ein leuchtendes rotes großes Stoppschild vorstellen, dass immer dann aufblinkt, wenn Sie das Wort „Stopp“ auch nur denken. Auf dieses innere Bild versuchen Sie sich so stark wie möglich zu konzentrieren. Dann wenden Sie sich einer lustvollen Sache zu. Lustvoll kann der Gedanke an Sex sein, aber auch die Erinnerung an schöne Dinge, an ein Hobby, die elektrische Eisenbahn, eine kleine Belohnung, die Sie sich selbst geben. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Sie werden sehr schnell feststellen, was Sie ablenken kann.

Im Laufe der Zeit reicht dann schon beim ersten Auftreten unerwünschter Gedanken dieses innere visualisierte „Stopp-Schild“, damit die kreisenden Gedanken zur Ruhe kommen. Üben Sie fleißig. Die Effizienz dieser Technik hängt von der Übung ab.

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