Panikattacken – Nein danke!

Panikattacken aktiv stoppen mit Atemkontrolle

Wenn Sie eine Panikattacke bekommen, die sich oft durch das Gefühl von Schwindel und vermeintlicher Luftnot ankündigt, können Sie eine Menge Dinge tun, diese Panikattacke sofort zu stoppen.

Achten Sie auf Ihre Atmung. Menschen atmen pro Minute bis zu 12 Mal ein und aus. Versuchen Sie während einer Panikattacke maximal 6 Mal pro Minute zu atmen. Keine Angst, Sie haben Sauerstoff genug. Konzentrieren Sie sich auf die Atmung und atmen Sie mindestens doppelt oder dreifach so lange aus, wie sie einatmen. Mit der Hinwendung zu einer deutlich verlangsamten Atmung werden Sie automatisch ruhiger. Zählen Sie bei der Ausatmung einfach mit. Benutzen Sie bei der Ausatmung die Lippenbremse, d. h. atmen sie gegen den Widerstand der nur leicht geöffneten Lippen aus. Atmen Sie kurz und kräftig durch die Nase ein. Lassen Sie nach der doppelt langen Ausatmung einen kurzen Moment Atemruhe zu. Atmen Sie erst wieder ein, wenn ihr Körper langsam wieder danach verlangt.

Durch die verlangsamte Ausatmung wird sich auch ihr eventuell beschleunigter Pulsschlag wieder deutlich verlangsamen.

Beginnen Sie damit, ein Lied zu singen. Singen sorgt dafür, das wir geregelt und bedarfsgerecht atmen und hat einen angstlösenden und befreienden Charakter. Kinder singen nicht umsonst, wenn sie Angst haben.

Stellen Sie sich bei Beginn einer Panikattacke mit leicht gegrätschten Beinen hin und erden sich. Dies zeigt Ihnen und auch ihrer unbewussten Wahrnehmung, dass Sie fest und mit beiden Beinen auf dem Boden stehen.

Ignorieren Sie den aufkommenden Schwindel bei einer Panikattacke. Es ist kein Schwindel von Bedeutung und er hat nicht das Geringste mit ihrem Kreislauf zu tun.

Der Schwindel bei Panikattacken ist ein Schwank­schwindel, der durch die starke muskuläre Anspannung und die überstarke Selbstbeobachtung entsteht. Sie werden davon nicht umfallen. Wenn der Schwindel aufkommt, dann geben Sie Ihrem Schwindel genau 30 Sekunden Zeit. Sagen Sie sich selbst, wenn dieser Schwindel gefährlich wäre, dann würde ich in spätestens 30 Sekunden davon umfallen.

Sie werden sich wundern, dass Sie nach 30 Sekunden noch stehen und der Schwindel nicht schlimmer geworden ist. Wenn Sie es gar mit der gleichgültigen Einstellung schaffen, den Schwindel abzuschwächen oder gar zum Verschwinden zu bringen, dann ist das einer Ihrer ersten Triumphe gegen die Panikattacken.

Alles das, was Sie selbst abschwächen konnten oder zum Verschwinden gebracht haben, wird so schnell nicht wiederkommen. Schon gar nicht in der gleichen Intensität wie zuvor.

Machen Sie diese „30 Sekunden-Regel“ mit all Ihren Ängsten.

Sie wechseln in diesem Moment aus der angstvollen Passivität in eine aktive Rolle. Sie selbst beginnen wieder die Zügel in die Hand zu nehmen.

Beginnen Sie damit, all Ihre Ängste aktiv zu verwalten. Sicher kennen Sie das: ein flüchtiger Gedanke, eine konkrete unangenehme Angst tritt in Ihr Bewusstsein. Bisher haben Sie vielleicht versucht diesen angst­besetzten Gedanken zu unterdrücken, sich davon abzulenken. Machen Sie ab sofort das Gegenteil. Laden Sie eine dieser krankmachenden inneren konkreten Ängste in Ihr Bewusstsein. Setzen Sie sich damit auseinander und denken sie einmal eine Woche lang darüber nach. Recherchieren Sie über das angstbesetzte Thema im Internet, lesen Sie darüber. Bearbeiten Sie dieses Thema so ausführlich, dass Sie es am Ende der Woche komplett los lassen können. Sie werden sich wundern, aber es wird Sie danach nicht mehr nerven, weil es im Gedächtnis als erledigt abgelegt wird.

Bei einer aufkommenden Panikattacke trinken Sie sofort ein Glas eiskaltes Wasser. Das lässt Sie sofort ruhiger werden.

Gehen Ihre Panikattacken durch die diversen Selbsthilfemaßnahmen nicht sofort weg, dann rufen Sie einen Freund und Bekannten an und führen Sie ein belangloses Gespräch. Dabei werden Sie nach kurzer Zeit feststellen, dass die Angst durch die Ablenkung völlig in den Hintergrund getreten ist.

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